Küsse unter dem Mistelzweig

Wer in der Weihnachtszeit urplötzlich von einem Fremden geküsst wird, befindet sich sehr wahrscheinlich gerade unter einem Mistelzweig, denn dort ist das Küssen einfach Pflicht.

Nach alter Tradition darf eine (junge) Frau den Kuss nicht verwehren, wenn sie unter diesem Zweig steht.

In Zeiten der Emanzipation hat sich da vermutlich ein bißchen was verändert, aber der Brauch, sich zu küssen, ist zumindest für Paare geblieben.

Aber warum küßt man sich unter dem Mistelzweig? So genau kann heute keiner mehr sagen, woher dieser alte Brauch kommt. Manche sagen aus dem alten Rom, wieder andere sehen den Ursprung in Skandinavien und in England ist man davon überzeugt, dass dieser schöner Brauch von der Insel kommt. Allerdings unterscheidet sich das, was der Kuss bewirken soll  kaum in den Länder, denn es heißt:

Küssen sich zwei Menschen unter einem Mistelzweig, werden sie ein glückliches Paar. Wird eine junge Frau jedoch nicht geküßt, wird sie dem alten Brauch zufolge, auch im nächsten Jahr ledig bleiben.

Die Mistel soll friedensstiftend wirken und zerstrittene Menschen wieder versöhnen, wenn sie sich unter dem Mistelzweig küssen. In England hat man sich noch eine kleine Besonderheit ausgedacht:

Man darf sich unter dem Mistelzweig so oft küssen wie man Beeren von dem Zweig pflückt, d.h. ein Kuss – eine Beere, zwei Küsse – zwei Beeren. Sind keine Beeren mehr da, gibt es auch keine Küsse mehr.

Wurdet ihr denn schon unter dem Mistelzweig geküßt in diesem Jahr? Wenn nicht, ab unter den Mistelzweig….damit das Glück und der Frieden auch in euer Leben kommen.

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