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NÖ!

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Wer Katzen hat, kennt dieses Bild.

Wenn eine Katze etwas nicht will,

dann will sie nicht.

 

Katzen sind Raubtiere und wissen ganz genau, was sie wollen und was sie nicht wollen. Zwängt ein Mensch ihnen eine Lebensweise auf, werden sie auf Dauer krank und verlieren ihre Bindung zu „ihrem“ Menschen. Das gilt auch für Menschen, jedoch wenden wir das NÖ! häufig einfach nicht an. Deswegen sollte man sich an den Katzen ein Beispiel nehmen und sich nicht die Meinung anderer aufzwängen oder in ein Kostüm zwängen lassen, dass nicht zu einem passt.

JEDER hat das Recht NÖ! zu sagen, wann immer er will!

Wie oft macht man es sich gemütlich, hat ein Glas Wein, eine Schüssel Chips (natürlich nur die gesündere Variante – Apfelschnittchen ;-)) vor sich und der Lieblingsfilm fängt gleich an. Und genau in diesem Moment klingelt das Telefon und wieder einmal ist jemand dran, der gerade jetzt zum x-ten Mal sein Herz ausschütten und die Probleme vom vorletzten Monat durchkauen will. Wie gerne würde man dann einfach einmal NÖ! sagen. „Nö!, ich habe jetzt keine Zeit, ich möchte gern meinen Lieblingsfilm gucken“. Stattdessen bleibt man doch letztendlich so lange am Telefon bis es um den Lieblingsfilm eh egal ist.

Aber wir haben alle das Recht NÖ! zu sagen. Nö! zu anderen Menschen, Nö! zu der Meinung anderer, Nö! zu allem. Wir brauchen keine Ausreden und kein schlechtes Gewissen zu haben. Überlegt doch einmal in wie vielen Situationen ihr in der letzten Woche gerne NÖ! gesagt hättet. Nö! ich habe eine andere Meinung. Nö! ich würde gerne etwas anderes machen. Nö! ich möchte nicht auch noch die 100. Überstunde machen usw. NÖ!

Wir machen häufig nicht mehr das, was wir gern möchten, sondern das, was von uns verlangt wird.

nö3Zeichnet, malt, kreiert euch euren eigenen Nö! und hängt ihn an die Wand, an den Bildschirm, stellt ihn auf den Tisch. Malt euch ein NÖ!-Schild und haltet es hoch, wenn euch einfach danach ist. Es ist dadurch viel einfacher NÖ! auch endlich einmal anzuwenden, statt NÖ! immer nur zu denken.

Viele fragen sich jetzt wahrscheinlich: Gibt es denn einen Unterschied zwischen NEIN und NÖ?

Ja, gibt es und meine Freundin Martina hat das sehr treffend formuliert:

„Nach NÖ! muss man (fast) NIE weiter diskutieren.  Die Begründung: Ein NEIN ….. ist ein Nein, aber fällt uns oft schwer (und wir wollen keinen verletzen). Ein NÖ ist auch ein Nein, aber spielerisch. Nöööööööööööööööö. Erst denken die Leute, man macht einen Scherz, aber dann doch nicht. Diese Verwirrung lässt gar keine Diskussionen zu. Und nach dieser Verwirrung ist für Diskussionen zu viel Zeit vergangen.“
(Zitat: Martina Marmulla)

Katzen leben ihr Leben wie es ihnen gegeben wurde und gehen den Weg, den sie für richtig halten und tun dabei trotzdem niemandem weh. Das sollten wir Menschen ihnen gleichtun.

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Teddybaerly und der kleine Engel

engelHeute morgen beim Aufräumen ist mir meine Lieblingsweihnachtsgeschichte „Das Englein mit dem goldenen Näschen“ wieder in die Hände gefallen, die ich schon seit Kindertagen so sehr liebe. Ich würde euch diese Geschichte hier so gerne erzählen, aber leider ist es aufgrund des Urheberrechts nicht erlaubt, Geschichten zu veröffentlichen. Schade, aber kein Beinbruch, dann erzähle ich euch eben eine meiner eigenen Geschichten.

Teddybaerly und der kleine Engel

schnee teddy-im-schneeTeddybaerly ist ein wunderschöner roter Kater und er streifte an einem wundervollen Morgen durch die von glitzerndem Schnee zauberhaft bedeckte Winterlandschaft seines Reviers. Die Sonne kam gerade am Horizont hervor und es versprach ein schöner Wintertag zu werden. Die Amseln, Spatzen und Meisen waren auch schon auf und flatterten um das Vogelhäuschen herum, dass jeden Morgen von seiner Menschenmama mit Vogelfutter und Meisenknödeln befüllt wurde. Er war froher Dinge, war er doch auf dem Weg nach Hause und er wußte, dass ihn dort schon eine leckere Portion Futter erwartet.

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Doch plötzlich hielt Teddybaerly inne. Mitten im Schnee unter einem Baum saß ein kleiner Engel und weinte bitterlich. Seine golden-weißen Flügel hingen herab und er hatte sein Gesicht in seine Hände vergraben und weinte so stark, dass sich unter seinen Füßen schon eine kleine Pfütze gebildet hatte. Teddybaerly wollte erst weitergehen: „Was geht es mich an, ich bin ein Kater und das ist ein Engel. Wie soll ich kleiner Kater die Probleme der Engel lösen“?

Aber Teddybaerly´s großes Herz ließ dies nicht zu. Er dachte noch einmal mit knurrendem Magen und voller Sehnsucht kurz an seine Futterportion, ging dann aber zu dem weinenden Englein und schaute es voller Mitgefühl an.

„Liebes Englein, was ist Dir geschehen, dass Du so bitterlich weinen mußt?“

„Ach, das ist eine lange Geschichte, Teddybaerly“.voegel-schneesturm
„Du kennst meinen Namen“? fragte Teddybaerly das Englein, das nun hochsah, so daß Teddybaerly sehen konnte, dass die Tränen immer weiter über die rosa-goldenen Wangen rannen. „Ach Teddybaerly, wir Engel kennen alle eure Namen. Wir lieben euch – ob Mensch oder Tier – von ganzem Herzen und sind Tag und Nacht damit beschäftigt, euch zu bechützen und Gutes zu tun“, sagte der kleine Engel.

„Warum weinst Du so bitterlich?“, fragte Teddybaerly den kleinen Engel noch einmal. „Teddybaerly, ich bin so traurig. Für euch Tiere ist es selbstverständlich, dass es uns Engel gibt. Die Menschen beschreiben uns in vielen Gechichte, in Bücher und malen uns auf Leinwände, aber sie glauben nur als Kinder wirklich an uns“ sagte der kleine Engel und schluchzte und schniefte.

Ich bin auf die Erde gekommen um den kleinen Benjamin zu beschützen. Wir haben so viel Spaß zusammen und spielen und jauchzen und lachen und reden. Oft kam seine Mama und fragte: „Mit wem brabbelst Du da Benji?“ Früher konnte sie nicht verstehen, wenn er sagte: „Ada bappa wanna“ , aber mittlerweile versteht sie Benjamins Worte und wenn er ihr dann erzählt, dass er mit einem Engel redet, dann sagt seine Mama immer: „Benjamin, wie oft habe ich Dir schon gesagt, dass es die Engel in Wirklichkeit gar nicht gibt. Du kannst nicht mit ihnen reden, was sollen denn die Leute denken?“ „Und deswegen bin ich so traurig, Teddybaerly, der Benjamin zweifelt nun daran, ob es mich wirklich gibt, dabei habe ich ihn doch so lieb. Er kann mich noch sehen, aber er weiß nicht, ob er seiner Mama glauben soll, dass es mich nur in seiner Einbildung gibt“.

SANYO DIGITAL CAMERA„Aber Englein“, sagte Teddybaerly „der Benjamin wird tief in seinem Herzen weiter an Dich glauben und Dich lieb haben. Und Du wirst ihm täglich zur Seite stehen und ihn auch lieb haben und das wird er in seinem Herzen spüren“. Teddybaerly reichte dem Englein seine Schwanzspitze, damit es seine Tränen mit seinem Fell trocknen konnte und auf einmal fing das Englein an zu lächeln.

„Du hast recht, Teddybaerly, die Menschen spüren uns in ihren Herzen, auch wenn sie uns nicht sehen können. Aber ganz tief in ihren Herzen wissen sie, dass es uns gibt. Ich danke Dir Teddybaerly und ich fliege jetzt gleich zu Benji und werde ihm das erzählen und er wird wissen, dass es stimmt.“

schneekatzeDer kleine Engel flog so eilig davon, dass der silberne Staub seiner Flügelchen kleine Wölkchen hinterließ, die den Schnee noch mehr zum Glitzern brachten. Teddybaerly lächelte vor sich hin und machte sich auf den Weg zu seinem Futternapf. Und siehe da, er fand sein ultimatives super Lieblingsfutter vor und eine Extraportion Leckerchen stand auch bereit. Als hätte seine menschliche Mama geahnt, dass er schon eine gute Tat hinter sich und eine Belohnung verdient hat. Und er ließ sich sein Futter schmecken und dachte noch lange später an das kleine Englein und träumte von ihm.

[Bild: amsel.jpg]Und die Moral von der Geschicht´: Wir müssen nicht immer gleich kleine Engel retten, aber wir alle können mit nur ganz geringem Aufwand anderen Lebewesen auf dieser Welt ein wenig schöne Zeit bereiten. Sei es einem Tier ein Zuhause geben, die Vögelchen draußen jeden Morgen füttern oder eine Futterstelle  für Rehe und Hasen einzurichten, wenn der Winter so richtig hart einbricht. Auch die einsame Nachbarin kann man mal auf einen Kaffee einladen oder einem Obdachlosen und seinem Hund in der Fussgängerzone einen warmen Tee, eine heiße Wurst und eine Dose Hundefutter überreichen. Es muß nicht immer gleich ein Eintritt in einen Tierschutzverein oder die Aufnahme einer ganzen Flüchtlingsfamilie sein. Auch die kleinen Dinge, die wir aus liebevollem Herzen tun, machen die Welt funkelnder und lichtvoller. [Bild: krippe.jpg]

Ich wünsche allen weiterhin eine schöne Advents- und Weihnachtszeit mit ganz viel Liebe im Herzen und dass auch eure Augen den Zauber und das Funkeln dieser Weihnachtszeit und die vielen kleinen Englein um uns herum sehen mögen.

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Mit einer Quellangabe an die Autorin und auf diese Seite ist die Weitergabe meiner kleinen Teddybaerly-Geschichte erlaubt.